am 16.09.2026, mit Lisa Gadenstätter
Künstliche Intelligenz hat inzwischen alle Fasern unseres Lebens durchdrungen: Seien es die algorithmischen Vorschläge und Empfehlungen von Instagram, Google Maps und Spotify oder vermeintliche Alleswisser und -könner wie ChatGPT, Claude und Gemini. Eine Antwort auf all unsere täglichen Fragen und Entscheidungen ist nur einen Swipe entfernt: Hausübungen machen? Nein, danke. Wie viele Punschkrapferl darf ich noch essen, bevor es kritisch wird? Wie bringe ich meine Kinder dazu, nicht mehr ums Spielzeug zu streiten?
Die Verlockung sich nicht selbst den Kopf zu zerbrechen ist groß, immerhin sind viele Entscheidungen lästig und nicht gerade spannend. Aber was macht das mit uns – und vor allem unserem Gehirn? Wenn Studenten keine Texte mehr lesen, sondern nur mehr Zusammenfassungen, die oftmals nicht stimmen? Wenn Wanderer am Berg stehen mit KI als scheinbar einziger Informationsquelle?
Das Vertrauen in KI ist groß, die Fehleranfälligkeit jedoch enorm. Und: sie ist ein Produkt, mit dem Geld verdient werden soll. Das erklärte Ziel ist es, Menschen so lange wie möglich im Loop der Unterhaltung zu binden. Immer gibt es noch mehr zu entdecken, Negatives wird ChatGPT vermeiden anzusprechen – konzentrieren wir uns besser auf die positiven Dinge. Hier ein lustiges Katzenvideo!
Zwischen Alltagsstress, Faulheit und blindem Vertrauen stellt sich die Frage: Wer denkt hier eigentlich noch?